Nach Bas-Rücktritt
Schweitzer tritt Amt als Bundesarbeitsminister an

Nach dem Rücktritt von Bundesarbeitsministerin Bas soll heute der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Schweitzer ihr Nachfolger werden. Bundespräsident Steinmeier will dem SPD-Politiker am Nachmittag die Ernennungsurkunde überreichen.

    Der SPD-Politiker Alexander Schweitzer im März 2026
    Der SPD-Politiker Alexander Schweitzer. (Archibvild) (AFP / HANNES P. ALBERT)
    Anschließend muss Schweitzer noch im Bundestag vereidigt werden. Bas hatte gestern ihren Rücktritt als Arbeitsministerin und SPD-Vorsitzende bekanntgegeben. Als Gründe nannte sie die Trauer um ihre verstorbene Stieftochter sowie öffentliche Angriffe gegen ihre Person. Die SPD will auf einem Bundesparteitag zum Jahreswechsel ihre gesamte Parteiführung neu wählen. Finanzminister und Vizekanzler Klingbeil sagte, er werde seine Regierungsämter unabhängig von der künftigen Besetzung der Parteispitze behalten. Der Rückzug von Bas hatte in Berlin eine Debatte über den zwischenmenschlichen Umgang in der Politik ausgelöst.

    Renten- und Sozialpolitik bleiben Baustellen

    Auf Schweitzer warten mehrere umstrittene Reformprojekte. Dazu zählt vor allem die Rentenreform, über die Union und SPD seit Wochen streiten. Daneben stehen weitere sozialpolitische Vorhaben an.
    Der CDU-Wirtschaftsrat forderte den designierten Arbeitsminister auf, neue Bewegung in die festgefahrenen Auseinandersetzungen um die Sozialpolitik zu bringen. Generalsekretär Steiger sagte der "Augsburger Allgemeinen", die Neubesetzung biete die Chance für einen Neustart bei der Rentenreform. Diese müsse mit Hochdruck vorangetrieben werden, um einen weiteren starken Anstieg der Sozialbeiträge zu verhindern. Zugleich verlangte der Wirtschaftsrat Fortschritte bei der Reform des Arbeitszeitgesetzes. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit müsse nun rasch umgesetzt werden.

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    Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.