Hunderte Festnahmen
Schwere Krawalle bei landesweiten Protesten in Frankreich

Bei landesweiten Protesten in Frankreich gegen die Bildungspolitik sowie hohe Lebenshaltungskosten ist es in mehreren Städten zu Ausschreitungen gekommen.

    Demonstrierende ziehen durch eine Straße in Paris; vorne im Bild sind zwei Polizisten von hinten zu sehen.
    Proteste in Paris (IMAGO / Anadolu Agency / IMAGO / Ibrahim Ezzat)
    In Marseille versuchten Demonstranten, in eine Polizeiwache einzudringen, verschafften sich Zugang zum Rathaus und plünderten Geschäfte. In Lyon wurde die Touristeninformation in Brand gesetzt. In Avignon drangen Randalierer in den Innenhof der Präfektur ein. Die Polizei ging mit Tränengas, Schlagstöcken und Wasserwerfern gegen Demonstranten vor. Das Innenministerium meldete bis zum Nachmittag 272 Festnahmen, davon 100 in Paris.
    Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich mehrere hunderttausend Menschen an dem landesweiten Protesttag. In Frankreich demonstrieren Schülerinnen und Schüler seit Wochen für mehr Lehrkräfte, kleinere Klassen und eine bessere Ausstattung. Vor dem Hintergrund steigender Verbraucherpreise hatten sich die sogenannten Gelbwesten den Demonstrationen angeschlossen.
    Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.