Hunderte Festnahmen
Schwere Krawalle in Frankreich - Proteste auch in Belgien, Portugal und Italien

In Frankreich haben mehr als 500.000 Menschen gegen Missstände im Bildungssystem sowie hohe Lebenshaltungskosten demonstriert.

    Das Bild zeigt Protestierende und Einsatzkräfte in einer Straße. Aus einem Gebäude quillt dichter Rauch. In der Mitte der Straße sind Feuerwehrleute zu erkennen mit einem langen Schlauch.
    Randalierer haben in Paris ein Restaurant in Brand gesteckt. (picture alliance / SIPA / Elias Neil Benleulmi)
    Dazu aufgerufen hatten Schülervertreter sowie die Protestbewegung der Gelbwesten. In mehreren Städten kam es zu Ausschreitungen. In Paris setzten Demonstranten Autos in Brand und zertrümmerten Schaufenster. In Lyon wurde das Tourismusbüro angezündet, in Marseille das Rathaus beschädigt und Geschäfte geplündert. In Avignon drangen Randalierer in den Innenhof der Präfektur ein. Die Polizei ging mit Tränengas, Schlagstöcken und Wasserwerfern gegen Demonstranten vor. Das Innenministerium meldete landesweit 400 Festnahmen. Präsident Macron verurteilte die Ausschreitungen und betonte, Gewalt habe in Frankreich keinen Platz.
    Auch in Belgien, Italien und Portugal kam es bei Protesten gegen die Bildungspolitik und hohe Lebenshaltungskosten teils zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten.
    Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.