Israel nach der Parlamentswahl
Schwierige Regierungsbildung zeichnet sich ab

In Israel deutet sich nach der Parlamentswahl eine schwierige Regierungsbildung an.

    Netanjahu und Eisenkot sind auf einem großen Plakat abgebildet, Netanjahu mit rotem, Eisenkot mit blauem Hintergrund.
    Parlamentswahl in Israel (picture alliance / dpa / Gil Cohen-Magen)
    Nach Auszählung eines Großteils der Stimmen zeichnet sich keine klare Mehrheit für eines der politischen Lager ab. Israelischen Medienberichten zufolge erreicht Ministerpräsident Netanjahu mit seinem rechts-religiösen Bündnis 54 Sitze im Parlament. Der Oppositionsblock um den früheren Generalstabschef Eisenkot kommt demnach auf 48 Sitze. 19 Mandate verbuchen die arabischen Parteien, die ihren Stimmenanteil deutlich ausbauen konnten. Für eine Mehrheit in der 120 Sitze umfassenden Knesset wären 61 Sitze erforderlich.
    Die arabischen Parteien signalisierten inzwischen ihre Bereitschaft, einen Regierungswechsel zu unterstützen. Eisenkot schloss eine Zusammenarbeit unter bestimmten Bedingungen nicht aus. Netanjahu wirbt dagegen für eine starke rechtsgerichtete Regierung ohne Beteiligung arabischer Parteien.
    Erwartet wird das endgültige Wahlergebnis erst in den kommenden Tagen.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.