Bericht
Seit Trumps Amtsübernahme: Fast eine Million Abschiebungen aus den USA

In den USA sind seit dem Amtsantritt von Präsident Trump im vergangenen Jahr

    Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) (USA, Newark, 6.6.2026)
    Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) (USA, Newark, 6.6.2026) (RYAN MURPHY / AFP)
    980.000 Menschen abgeschoben werden.
    Das geht aus dem Bericht eines unabhängigen US-Forschungsinstituts hervor, das sich auf Daten des Heimatschutzministeriums beruft. Nur etwa jede fünfte Abschiebung betraf demnach Personen mit Vorstrafen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass vielen ein ordnungsgemäßes Verfahren vor Gericht verwehrt worden sei. Mehr als 50 Menschen seien in Abschiebehaft gestorben. Kritisiert wird zudem das Vorgehen von Beamten der Einwanderungsbehörde ICE, die an mehreren Schießereien in den USA beteiligt waren.
    Trump hatte als Ziel ausgegeben, mindestens eine Million illegale Migranten pro Jahr abzuschieben, darunter vor allem Straftäter. Unter dem demokratischen Präsidenten Clinton um die Jahrtausendwende waren die Zahlen noch deutlich höher.
    Diese Nachricht wurde am 23.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.