Afrika
Sektenführer in Kenia der Tötung von 191 Menschen schuldig gesprochen

Ein Gericht in Kenia hat den Sektenführer Mackenzie und weitere Angeklagte der Tötung von 191 Menschen schuldig gesprochen.

    Paul Mackenzie steht hinter einer Gefängnistür.
    Der Sektenführer Paul Mackenzie wurde in Kenia mit weiteren Angeklagten schuldig gesprochen. (picture alliance / Anadolu / Lucas Mukasa)
    Bei einem Großteil der Opfer handelt es sich um Kinder. In der Urteilsbegründung heißt es, die Todesfälle seien Teil eines organisierten Systems gewesen, um Sektenmitglieder mit pseudo-religiösen Lehren dazu zu bringen, sich zu Tode zu fasten. Der selbsternannte Pastor war im April 2023 festgenommen worden, nachdem Menschenrechtsgruppen den Behörden einen Hinweis auf die Sekte gegeben hatten. Bei den darauffolgenden Ermittlungen stieß die Polizei auf dem Gelände der Ranch Mackenzies auf Massengräber mit mehr als 400 Leichen.
    Überlebende berichteten, Mackenzie habe ihnen verkündet, das Ende der Welt stehe bevor und sie sollten sich zu Tode hungern, um Jesus begegnen zu können.
    Diese Nachricht wurde am 20.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.