Verbaler Schlagabtausch
Selenskyj kritisiert US-russische Dieselvereinbarung - Trump fordert neuen ukrainischen Präsidenten

Das Diesel-Abkommen zwischen den USA und Russland hat zu einem Zerwürfnis zwischen US-Präsident Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj geführt.

    Blick auf eine Gebäudefront im ukrainischen Saporischja, die durch einen russischen Drohnenangriff stark beschädigt wurde.
    Kriegsschäden im ukrainischen Saporischja (Archivbild) (picture alliance / Photoshot)
    Selenskyj sagte mit Blick auf die jüngsten russischen Angriffe auf sein Land, Russland habe sich für die geplanten Dieselexporte bedankt, indem es fünf Gleitbomben auf Wohnhäuser in Saporischschja abgeworfen habe. Bei dem Angriff waren den Behörden zufolge mindestens 20 Menschen getötet worden.
    Trump forderte daraufhin in Washington einen neuen Präsidenten für die Ukraine. Selenskyj habe mit Angriffen auf russische Raffinerien zu hohen Spritpreisen beigetragen. Der britische Premierminister Burnham nahm den ukrainischen Präsidenten in Schutz vor Trumps Anwürfen und versicherte Selenskyj die volle Solidarität Großbritanniens.
    Die US-Vereinbarung mit Russland sieht - ungeachtet internationaler Sanktionen - den Ankauf großer Mengen an Diesel aus Russland vor. Die russische Regierung hob ihr Exportverbot für den Kraftstoff nach eigenen Angaben bereits teilweise auf. Die erste Lieferung von rund 500.000 Tonnen würde den Bedarf in den USA für etwa einen Tag decken. Kurz vor den Zwischenwahlen in den USA strebt Trump sinkende Preise an den Tankstellen an.
    Diese Nachricht wurde am 11.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.