
In der Hauptstadt Oslo war er mit dem US-Gesandten Witkoff zusammengetroffen. Bei dem Gespräch ging es darum, Wege zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu erörtern. An dem Gespräch nahmen auch der norwegische Regierungschefs Store sowie der finnische Präsident Stubb teil. Stubb erklärte, man habe einige Elemente für eine Friedenslösung besprochen, die Witkoff zu seinem Treffen mit der russischen Führung nach St. Petersburg mitnehme. Er reist heute dorthin.
Selenskyj: Wieder Aufklärungsdaten von USA erhalten
Selenskyj betonte zudem, er hoffe, innerhalb der kommenden 48 Stunden auch mit US-Außenminister Rubio zusammenzutreffen. Er erklärte, dass die ukrainische Armee nun wieder Aufklärungsdaten von den USA erhielten. Dafür sei er dankbar. Er hatte zuvor mit Rubio telefoniert. Dabei ging es auch um die Drosselung des Satellitendienstes Starlink, für die Selenskyj die US-Regierung verantwortlich macht.
Rubio räumte bei einem Besuch in Indien mögliche Verzögerungen bei der Lieferung von Abfangraketen an die Ukraine ein. Er sagte, es könne sein, dass die im Rahmen des sogenannten "Purl"-Programms bestellten Raketen noch nicht an Kiew ausgehändigt worden seien. Es handle sich jedoch nicht um eine gezielte Blockade. Das "Purl"-Programm sieht vor, dass NATO-Länder Waffen in den USA kaufen und an die Ukraine weitergeben.
Unterdessen hat US-Präsident Trump Selenskyj erneut zu einer Friedenseinigung mit Russland aufgefordert. Die Ukraine müsse den Krieg beenden wollen, sagte Trump in Washington.
Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
