Medien
Sender ABC klagt gegen US-Regierung wegen Verletzung der Meinungsfreiheit

Der US-Fernsehsender ABC und sein Mutterkonzern Disney werfen der Regierung in Washington vor, die Meinungsfreiheit zu verletzen, indem sie die Sendelizenzen von ABC bedroht. Jetzt hat der Sender den seltenen Schritt unternommen, die Bundesbehörde "Federal Communications Commission", kurz FCC, zu verklagen.

    US-Präsident Trump steht vor einer Menschentraube von Journalisten auf einer Straße im Garten des Weißen Hauses. Die Reporter filmen und halten ihm Mikrofone entgegen.
    Das Verhältnis von US-Präsident Trump zu Pressevertretern ist oft angespannt, (imago/ Stefani Reynolds)
    ABC begründet das damit, dass die Forderung der Behörde nach einer vorzeitigen Überprüfung seiner Sendelizenzen eine "existenzielle Bedrohung“ für seinen Betrieb darstellt. In der Klage fordern ABC, Disney und acht lokale Sender, das Verfahren zu stoppen.
    Die Regierung von Präsident Trump führt über die FCC eine Offensive gegen Medien, die sie als übermäßig kritisch erachtet. In der Klage wirft ABC ihr eine Vergeltungskampagne vor, aus einem einzigen Grund: "Sie sind nicht einverstanden mit dem, was ABC sendet."
    Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.