Abstimmung im Parlament
Spanische Regierung erleidet Niederlage im Streit um Wohnungsnot

Das spanische Parlament hat zwei Dekrete abgelehnt, mit denen die Regierung der Wohnungsnot begegnen wollte.

    Die Ministerin für Wohnen Isabel Rodriguez hält eine Rede im spanischen Parlament.
    Die Sitzung des spanischen Parlaments (AFP / JAVIER SORIANO)
    Die konservative Volkspartei, die rechtspopulistische Partei VOX und die katalanische Regionalpartei Junts stimmten wie angekündigt dagegen. Premierminister Sanchez regiert mit einer Minderheitskoalition.
    Die Regierung wollte Zwangsräumungen bei schutzbedürftigen Menschen verhindern und strengere Auflagen für Kurzzeitvermietungen einführen. Mietverträge sollten bei Ablauf automatisch verlängert werden.
    Die durchschnittliche Miete in Spanien hat sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Zuletzt hatte die Zwangsräumung einer 87-jährigen Frau in Madrid zu Massenprotesten geführt.
    Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.