Bundespräsidentin
SPD-Abgeordneter Stegner kritisiert Umgang der Union mit Aigner

Die CSU-Politikerin Aigner bekommt bei der Frage einer Kandidatur als Bundespräsidentin indirekt Unterstützung aus der SPD.

    lse Aigner klatscht und blickt in die Kamera. Hinter ihr auf einer Bühne stehen Bundeskanzler Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder.
    lse Aigner auf dem CSU-Parteitag. Hinter ihr auf der Bühne stehen Bundeskanzler Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder. (Peter Kneffel / dpa / Peter Kneffel)
    Der SPD-Bundestagsabgeordnete Stegner sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", Aigner wäre sicherlich eine respektable Kandidatin für die Wahl zum ersten weiblichen Staatsoberhaupt der deutschen Nachkriegsgeschichte. Er kritisierte zugleich den Umgang der Union mit der bayerischen Landtagspräsidentin. Dies werde "bei den Führungen von CDU wie CSU offensichtlich ausschließlich von taktischen Erwägungen geleitet".
    Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Wiese, sagte, für ihn stehe fest, dass das höchste Amt im Staat von einer Frau übernommen werden sollte. CSU-Chef Söder hatte sich auf dem Parteitag der Christlich-Sozialen für Aigner ausgesprochen. Der CDU-Vorsitzende, Bundeskanzler Merz, hatte Aigner in seiner Parteitagsrede in München namentlich begrüßt, war aber nicht weiter auf das Thema eingegangen.
    Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.