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SPD-Chef und Finanzminister Klingbeil will beide Posten behalten: Ämtertrennung bringe nichts

Der SPD-Vorsitzende und Bundesfinanzminister Klingbeil hat es abgelehnt, eine seiner beiden Aufgaben abzugeben.

    SPD-Co-Chef Lars Klingbeil
    SPD-Co-Chef Lars Klingbeil. (Archivbild) (picture alliance / Geisler-Fotopress / Bernd Elmenthaler / Geisler-Fotopr)
    Partei- und Regierungsfunktion voneinander zu lösen, bringe nichts, argumentierte er bei einem Bürgergespräch in Wiesbaden. Es werde der SPD in der aktuellen Lage nicht weiterhelfen. Der Gedanke, bei einer Ämtertrennung könne der Parteichef "SPD pur" durchsetzen, während ein Minister Regierungspolitik mache, funktioniere auf dem weißen Blatt Papier, aber nicht in der Realität. Klingbeil sowie die Co-Vorsitzende Bas sehen sich wegen des mangelnden Zuspruchs für die SPD seit Längerem innerparteilicher Kritik ausgesetzt. Zuletzt forderte der Frankfurter SPD-Unterbezirk die Neuwahl der Parteispitze noch in diesem Herbst. Die Bundespartei will im Dezember einen Konvent ausrichten, um die inhaltliche Ausrichtung der SPD zu diskutieren. Das ist eine Art kleiner Parteitag, Personalentscheidungen können hier jedoch nicht getroffen werden.
    Diese Nachricht wurde am 30.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.