Nach Besuch bei Putin
SPD diskutiert erneut über Parteiausschluss Schröders

Nach dem Besuch von Altkanzler Schröder bei der Geburtstagfeier des russischen Präsidenten Putin wird in der SPD erneut über einen Parteiausschluss diskutiert.

    Zwei Männer stehen vor einem Kamin und schütteln sich herzlich die Hände
    Der frühere Bundeskanzler Schröder sorgt mit seinem Besuch bei Russlands Staatschef Putin für Empörung in Deutschland. (AFP PHOTO / RUSSIAN PRESIDENTIAL PRESS OFFICE)
    Der bayerische Co-Landeschef Sebastian Roloff sagte dem "Tagesspiegel", ein Erfolg eines neuen Ausschlussverfahrens sei zwar fraglich. Wenn es eine Chance gebe, sollte es aber versucht werden. Der Co-Vorsitzende der SPD Baden-Württemberg, Mesarosch, betonte, ein Altkanzler, der auf Geburtstagspartys von Kriegsverbrechern gehe, mache sich nicht nur für die SPD unmöglich. Schröder sei eine einzige Schande für das ganze Land.
    Der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Ott, verwies dagegen auf die hohen Hürden. Ott sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", er sei zum jetzigen Zeitpunkt skeptisch, ob ein Parteiausschlussverfahren gegen Schröder Aussicht auf Erfolg hätte.
    Diese Nachricht wurde am 11.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.