Diskussion um Pflegereform
SPD-Gesundheitspolitiker Pantazis fordert Ende der Ungleichheit zwischen privat und gesetzlich Versicherten

In der Diskussion über die geplante Pflegereform hat der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Pantazis, grundlegende strukturelle Änderungen gefordert.

    Christos Pantazis (SPD) gestikuliert bei einer Rede im Deutschen Bundestag.
    Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christos Pantazis ist der gesundheitspolitische Sprecher seiner Fraktion (picture alliance / dts-Agentur)
    Konkret gehe es darum, die Ungleichheit zwischen privat und gesetzlich Versicherten zu beenden, sagte Pantazis im Deutschlandfunk . Die Finanzierung der Pflegeversicherung müsse dauerhaft gesichert werden, eine kurzfristige Überbrückung reiche nicht, ergänzte der Mediziner. Wie das erreicht werden könne, müsse innerhalb der Regierung geklärt werden. Pantazis betonte, man brauche eine Einigung, bevor das Kabinett am Mittwoch die Reform beschließen will.
    Medienberichten zufolge kommen Bundeskanzler Merz, Gesundheitsminister Linnemann und Finanzminister Klingbeil heute zu Beratungen zusammen, um Streitpunkte bei der geplanten Pflegereform auszuräumen. Die SPD sprach sich zuletzt gegen Leistungskürzungen aus und schlug einen sogenannten Pflegedeckel vor. Gesundheitsminister Linnemann von der CDU lehnte den Vorstoß ab. Es fehlten etwa zehn Milliarden Euro pro Jahr. Ziel sei es, die Beiträge stabil zu halten, ohne pflegende Angehörige zusätzlich zu belasten, sagte Linnemann.
    Diese Nachricht wurde am 28.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.