Waldbrände
SPD-Parlamentsgeschäftsführer Wiese schlägt Strafverschärfung für Brandstiftung vor

Angesichts möglicher Brandstiftung als Ursache für Waldbrände hat die SPD schärfere Strafen ins Gespräch gebracht.

    Der SPD-Politiker Dirk Wiese
    Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion (Archivbild) (imago images / Jürgen Heinrich )
    Diese könnten für vorsätzliche sowie fahrlässige Brandstiftung gelten, sagte der SPD-Parlamentsgeschäftsführer, Wiese, der "Rheinischen Post". Zudem sei eine abgestimmte Waldbrandprävention zwischen Bund, Ländern und Kommunen nötig. Dazu gehöre das flächendeckende Anlegen von Löschteichen in Risikogebieten.
    Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul hatte zuvor erklärt, er gehe davon aus, dass der Großbrand in Hürtgenwald von Menschen verursacht worden sei. Auch Landwirtschaftsministerin Gorißen verwies auf entsprechende Hinweise. Kritiker bemängeln, dass der Fokus auf menschliches Fehlverhalten außer Acht lasse, dass die Wälder infolge des Klimawandels deutlich anfälliger für Brände geworden seien.
    Bislang können vorsätzliche Brandstiftungen in Wäldern mit Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zehn Jahren geahndet werden, fahrlässige Taten auch mit Geldstrafen.
    Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.