Bundespolitik
SPD-Politikerin Bärbel Bas tritt als Parteichefin und Bundesarbeitsministerin zurück

Bärbel Bas tritt als SPD-Vorsitzende und Bundesarbeitsministerin zurück.

    Bärbel Bas trägt einen roten Blazer und spricht an einem Mikrofon.
    Arbeitsministerin Bärbel Bas (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    In einer persönlichen Mitteilung begründete sie den Schritt mit dem Tod ihrer Stieftochter und mit öffentlichen Angriffen gegen sich.
    Bas schrieb, sie habe festgestellt, dass sie Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten. Darüber hinaus müsse sie leider feststellen, dass die öffentlichen Angriffe auf sie, auch aus den Reihen des Koalitionspartners, weiter forciert worden seien. Wörtlich erklärte sie: "Da ich momentan nicht die Kraft aufbringen kann, kurzfristig meine Regierungs- und Parteiarbeit vollumfänglich auszuüben, habe ich mich entschieden, beide Ämter aufzugeben."
    Bas fügte hinzu, im Bundestag werde sie weiterhin die Bürger ihres Wahlkreises Duisburg vertreten. Sie hoffe darauf, bald wieder mit voller Kraft ihre Arbeit erfüllen zu können.
    Der SPD-Bundestagsabgeordnete Stegner sagte im Deutschlandfunk, er nehme Bas' Entscheidung mit großem Respekt und Bedauern zur Kenntnis. Er würdigte ihr Engagement und verurteilte die Angriffe gegen die Politikerin. Gleichzeitig nannte er den Rücktritt wörtlich einen "Schlag in der gegenwärtigen Situation" und sprach von einer "Krisenzeit".
    Diese Nachricht wurde am 12.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.