
Bei einem kleinen Parteitag der Grünen stimmten am Abend 43 der 45 Delegierten dafür und zwei dagegen. Zuvor hatte der Landesvorstand der Berliner SPD in einer digitalen Sitzung mit 26 zu drei Stimmen Koalitionsverhandlungen zugestimmt. Die Linke kündigte ihre Entscheidung für den 31. Oktober an.
Eine gemeinsame Regierung von SPD und Grünen mit der Berliner Linken ist umstritten. Für Diskussionen sorgen weiterhin Antisemitismus-Vorwürfe sowie die geplante Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne.
20 SPD-Bundestagsabgeordnete warnten in einer Erklärung vor einer solchen Koalition. Es gebe erhebliche Zweifel an der politischen Verlässlichkeit des Linken-Landesverbands, heißt es darin. Baden-Württembergs Ministerpräsident Özdemir von den Grünen sprach sich ebenfalls gegen eine Zusammenarbeit aus. Am Wochenende hatte der CDU-Vorsitzende Merz erklärt, wer die politische Mitte stärken wolle, dürfe nicht mit Linksradikalen koalieren. CSU-Chef Söder forderte eine Brandmauer nach links.
Diese Nachricht wurde am 20.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
