
Der 33-Jährige hatte im Frühjahr einen "ausgeklügelten und zielgerichteten Plan" zur Ausspähung gegnerischer Trainingseinheiten angeführt, wie eine unabhängige Kommission der English Football League (EFL) feststellte. Betroffen waren demnach der FC Middlesbrough, Oxford United und Ipswich Town.
Southampton hatte die Vorwürfe schließlich eingeräumt - mit schwerwiegenden Folgen: Nach dem Halbfinalsieg gegen Middlesbrough wurde der Klub aus den Championship-Playoffs um den Aufstieg in die Premier League ausgeschlossen, der unterlegene Gegner rückte nach. Für die laufende Saison wurden den Saints zudem vier Punkte abgezogen. Ohne die Strafe würde Southampton derzeit auf einem Play-off-Platz statt auf Rang 13 stehen.
Rückendeckung vom Klub-Boss
Eckerts Verteidigung vor der FA verlief unerwartet: Bei seiner Befragung im Sommer gab der frühere Nachwuchstrainer von RB Leipzig an, nicht gewusst zu haben, dass das Ausspähen gegnerischer Teams in England gegen Regeln verstoße. Im europäischen Fußball sei diese Praxis "weit verbreitet". Später bat Eckert öffentlich um Entschuldigung.
Deutliche Rückendeckung erhält der Deutsche von Klub-Besitzer Dragan Solak. Der serbische Medienmogul sagte nach dem Urteil, Eckert sei "ein guter Mensch, der schlechte Entscheidungen getroffen" habe. Er sei fest überzeugt, dass Eckert "einer der aufregendsten jungen Trainer Europas" sei.
Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
