
Steinmeier enthüllte an seinem aktuellen Amtssitz im Spreebogen eine Gedenktafel. Die Behörde war von 1942 bis 1945 auf dem Grundstück untergebracht. Steinmeier erklärte, die 200 Mitarbeiter hätten das Hab und Gut von Jüdinnen und Juden, die aus Berlin und Brandenburg verschleppt worden seien, beschlagnahmt, versteigert und verkauft. Steinmeier sprach von "Schreibtischtätern in der bürokratischen Maschinerie des Massenmords", die für den NS-Staat legalisierten Raub begangen hätten.
Die Gedenktafel war bereits 1994 angebracht worden. Während der Bauphase des Übergangsquartiers für den Bundespräsidenten wurde sie vom Geschichtsverein "Gleis 69" verwahrt, der an die Deportation von Juden und anderen Verfolgten während der NS-Zeit erinnert.
Diese Nachricht wurde am 12.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
