Staatsbesuch in Frankreich
Steinmeier: Europa braucht wieder Vernunft und Herz

Bundespräsident Steinmeier hat die Menschen in Europa angesichts der aktuellen Krisen zu mehr Besonnenheit und Menschlichkeit aufgerufen.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender kommen auf dem Flughafen Paris Orly an. Die beiden stehen vor der geöffneten Tür des Regierungsflugzeugs und sind in Begriff, die Treppe zum Vorfeld herunterzugehen.
    Bundespräsident Steinmeier bei seiner Ankunft in Frankreich. (picture alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)
    Zum Auftakt eines dreitägigen Frankreich-Besuchs sagte er in Paris, Europa brauche wieder Vernunft und Herz. Beides habe die deutsch-französische Annäherung nach dem Zweiten Weltkrieg überhaupt erst möglich gemacht. Der Bundespräsident konstatierte, man befindet sich in einer Zeit der Kriege und Krisen, in der die Demokratien sowohl in Deutschland wie auch in Frankreich angefochten seien wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr.
    Morgen will Steinmeier zusammen mit seinem französischen Amtskollegen Macron das Pariser Pantheon besuchen und den von den Nationalsozialisten ermordeten jüdischen Widerstandskämpfer Marc Bloch ehren. Sowohl für Steinmeier als auch für Macron ist es die wohl letzte Begegnung im Rahmen ihrer Ämter; für beide endet ihre Amtszeit im kommenden Frühjahr.
    Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.