Sexuelle Gewalt
Stelen neben Würzburger Dom erinnern an Verbrechen der katholischen Kirche

Im Zentrum Würzburgs erinnern seit heute Stelen an die Verbrechen in der katholischen Kirche. 

    St.-Kilian-Dom mit Turm des Rathauses in Würzburg
    Das Bistum Würzburg – hier der Dom St. Kilian – gehört zu den Diözesen, die die von der Deutsche Bischofskonferenz geforderten Gremien gegründet haben. (imago images / Ralph Peters)
    Der künstlerisch gestaltete Gedenkort am Kiliansplatz direkt neben dem Dom ist vor allem Opfern von sexuellem Missbrauch gewidmet. Ein Mitglied des Betroffenenbeirats erklärte, dort, wo Kirche sichtbar sei, solle auch sichtbar sein, was Menschen innerhalb dieser Kirche angetan wurde. Bischof Jung äußerte den Wunsch, dass der vom Bistum finanzierte Gedenkort nach Jahren des Schweigens, der Verleugnung und der Untätigkeit seitens der Kirche auch Ausdruck eines Perspektivwechsels sei. Statt die Institution zu schützen, müsse zuerst auf die Betroffenen geschaut werden.
    Unter dem Titel "Aufstehen" hat die Bildhauerin Karin Wein ein Ensemble aus zehn Eichenholzstelen gestaltet. Sie sind unterschiedlich hoch und stehen für Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters.
    Diese Nachricht wurde am 31.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.