Klimapolitik
Studie: Ausstieg aus fossilen Energien bringt global mehr finanzielle Vor- als Nachteile

Der Ausstieg aus fossilen Energien bringt einer Studie zufolge global betrachtet finanziell mehr Vorteile als Nachteile. Vor allem Länder in Afrika könnten davon profitieren. Zu dem Ergebnis kommt das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

    Das Bild zeigt 1.200 Solarzellen in einer Landschaft im chinesischen Yichund, China, am 1. April 2026
    Eine engagierte Klimapolitik kann für wirtschaftlichen Wohlstand sorgen - hier ein Solarpark in China. (picture alliance / dpa / Cfoto)
    Es weist in seiner Untersuchung darauf hin, dass Länder, die durch den Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle stark benachteiligt seien, nur sechs Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung stellten. Länder in Afrika könnten hingegen von ihrem enormen Solarenergie-Potenzial profitieren.

    "Klimapolitik sichert Wohlstand"

    Klimapolitik trage zum Erhalt des Wohlstands bei, schreiben die Verfasser der Studie. Co-Autor und PIK-Direktor Edenhofer erklärte, mit Blick auf den aktuell wieder stärkeren Gegenwind gegen eine engagierte Klimapolitik sei die Erkenntnis wichtig, dass Klimapolitik nicht nur bestimmtes Vermögen - "nämlich das der Anbieter von fossilen Energieträgern" - vermehre. Sondern die Studie zeige auch "recht präzise, wie zugleich neue Vermögenswerte aufgebaut werden", betonte Edenhofer. Insgesamt werde durch Klimapolitik der Kapitalstock der Volkswirtschaften neu und nachhaltig bewertet und dadurch der langfristige Wohlstand abgesichert.
    Für die Studie wurde nach PIK-Angaben für 169 Staaten ausgewertet, wie der Kampf gegen die Erderwärmung auf Vermögenswerte wirke. Die Länder mit potenziell besonders ausgeprägten Vermögensvorteilen durch Klimaschutz stellten derzeit 13 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. 81 Prozent der Wirtschaftsleistung entfielen auf eine Gruppe von 69 Volkswirtschaften "mit moderaten Auswirkungen“, zu denen unter anderem die EU, China und die USA gehören. Details zu weiteren Ländern wurden nicht genannt.
    Diese Nachricht wurde am 15.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.