Stickstoffdioxid
Studie: Dreckige Stadtluft verschlechtert Marathon-Leistungen

Die Leistungen von Marathonläuferinnen und -läufern verändern sich je nach Luftqualität. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Leicester in Großbritannien. Dabei geht es vor allem um den Schadstoff Stickstoffdioxid.

    Läufer starten auf der Straße des 17. Juni.
    Teilnehmer des Berlin Marathons (Archivbild) (dpa / Sebastian Christoph Gollnow)
    Für die Studie verglichen die Forschenden die Laufzeiten von sechs großen Marathons - in Berlin, Boston, Chicago, London, New York und Tokio - zwischen 2010 und 2024. Der Vergleich über die Jahre zeigte: Wenn am Renntag besonders viel Stickstoffdioxid in der Luft war, waren die Teilnehmenden deutlich langsamer. Je ein Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter benötigten Männer im Durchschnitt 1,43 Minuten länger für die Marathonstrecke. Frauen wurden im Schnitt um 1,56 Minuten langsamer. Feinstaub hatte dagegen keinen messbaren Effekt auf die Laufzeiten.
    Die Forschenden nennen im Fachjournal Sports Medicine als möglichen Grund, dass Stickstoffdioxid unter anderem für mehr Entzündungen im Körper sorgt und die Lungenfunktion verschlechtert. Stickstoffdioxid entsteht vor allem im Straßenverkehr.
    Diese Nachricht wurde am 08.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.