
Der bundesweite Tag der offenen Moschee fand in diesem Jahr zum 30. Mal statt. Unter dem Motto "Moscheen als Träger gesellschaftlicher Verfasstheit" luden muslimische Gemeinden zu Führungen, Gesprächen und Diskussionsveranstaltungen ein.
Der islamische Theologe Khorchide rief die muslimischen Gemeinden zu einem Signal für einen weltoffenen Islam auf. Er sagte im Deutschlandfunk, die Gemeinden müssten hinterfragen, was sie aktiv zu demokratischen Werten und gegen Antisemitismus beitragen könnten. Gerade nach Gewalttaten wie dem Anschlag am Rande des diesjährigen Berliner Christopher Street Day müssten muslimische Gemeinden offen für Selbstkritik sein, fügte Khorchide hinzu. Es bestehe die Gefahr, dass Vertreter des Islams auf einer Seite die Gewalt verurteilten, aber sich auf der anderen fragen müssten, ob sie die theologische Grundlage für Gewalt lieferten.
Diese Nachricht wurde am 03.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
