
Wie der ADAC mitteilte, war ein Liter Super E10 am Morgen im Durchschnitt rund 14,5 Cent günstiger. Bei Diesel waren es rund 15 Cent. Damit sei bereits am Vormittag ein Großteil der steuerlichen Entlastung von rund 17 Cent pro Liter bei Verbrauchern angekommen. Der Rabatt gilt bis Ende Dezember. Hintergrund sind die gestiegenen Preise infolge des Iran-Kriegs.
Ökonomen kritisierten die Maßnahme. Die Wirtschaftsweise Grimm sagte der "Augsburger Allgemeinen", die Politik verheddere sich in Kurzfristmaßnahmen, anstatt überfällige Reformen für mehr Wachstum anzugehen. Das Geld fehle an anderer Stelle für andere zukunftsorientierte Ausgaben. Ifo-Chef Fuest bezeichnete die Maßnahme als ungerecht. Der Tankrabatt bewirke eine Umverteilung zugunsten der Vielfahrer mit großen Autos.
Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Resch, warf der Regierung vor, falsche Prioritäten zu setzen. Mit nur einem Teil der Milliardenkosten für den Tankrabatt hätte sich die Preissteigerung beim Deutschlandticket verhindern lassen, sagte er. Gestern war bekannt geworden, dass der Preis für das Deutschlandticket im kommenden Jahr von monatlich 63 auf fast 67 Euro angehoben wird.
Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
