"Brombeer-Koalition"
Thüringen: BSW-Landesvorstand kündigt Sonderparteitag an

Das BSW in Thüringen will seine interne Auseinandersetzung um die Beteiligung an der Landesregierung auf einem Sonderparteitag klären.

    Aufsteller im einem Logo der Partei "Bündnis Sahra Wagenknecht" BSW
    Zwei BSW-Abgeordnete entziehen der Regierung in Thüringen Unterstützung. (picture alliance / dts-Agentur)
    Auf Basis der Anträge von vier Kreisverbänden habe der Landesvorstand die Einberufung des außerordentlichen Parteitags beschlossen, teilte das BSW in Erfurt mit. Zudem habe man sich darauf geeinigt, dem Beschluss des Bundesvorstandes, aus der Thüringer Regierungskoalition auszusteigen und Verhandlungen für eine Expertenregierung aufzunehmen, nicht zu folgen, hieß es weiter.
    Das BSW regiert in Thüringen mit CDU und SPD. Es geht um einen Richtungsstreit innerhalb der Partei zwischen Gründerin Wagenknecht und der Thüringer Landeschefin Wolf. Wagenknecht vertritt das Modell eines überparteilichen Regierungschefs, der auch unter Einbeziehung der AfD mit wechselnden Mehrheiten regieren könnte.
    Die beiden Abgeordneten des BSW in Thüringen, Wirsing und Küntzel, kündigten an, die Regierung von Ministerpräsident Voigt nicht mehr zu unterstützen. Die Landtagsfraktion entschied sich dagegen für einen Verbleib in der Koalition. Wirsing und Küntzel fehlten bei der Abstimmung.
    Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.