Gedenken an 1989
Tiananmen-Mahnwachen: Zwei Organisatoren in Hongkong schuldig gesprochen

In Hongkong sind zwei Organisatoren von Mahnwachen zum Gedenken an die Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz 1989 schuldig gesprochen worden.

    Soldaten der Volksarmee stürmen den Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen) in Peking, auf dem Studenten für mehr Demokratie, Pressefreiheit und gegen Parteiprivilegien demonstrierten
    4. Juni 1989: Soldaten der Volksarmee stürmen den Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen) in Peking. (picture-alliance / dpa / AFP)
    In einem am Freitag veröffentlichten Urteil wird ihnen Anstiftung zur Subversion zur Last gelegt. Damit drohen den beiden Demokratie-Aktivisten jeweils bis zu zehn Jahre Haft. Das genaue Strafmaß soll noch verkündet werden. Die beiden Aktivisten gehörten der so genannten Hongkong-Allianz an. Diese hatte jahrelang das öffentliche Gedenken an die Niederschlagung der Proteste auf dem Tiananmen-Platz organisiert. 2020 wurden die Mahnwachen von den Behörden in Hongkong untersagt. Im selben Jahr erließ die chinesische Staatsführung ein Gesetz, um gegen die Demokratiebewegung in der früheren britischen Kronkolonie vorzugehen.
    Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.