Bodden
Toter Buckelwal bei Greifswald mutmaßlich durch bakterielle Infektion gestorben

Der im Greifswalder Bodden tot gefundene Buckelwal ist Laborergebnissen zufolge an einer bakteriellen Infektion gestorben. Das Deutsche Meeresmuseum teilte mit, die Bakterien Streptococcus phocae und Bacteroides fragilis seien in dem Meeressäuger nachgewiesen worden.

    Wir sehen die Flosse eines Wals, wie sie aus dem Wasser ragt.
    Eine Walflosse taucht ins Meer ab. (Andrew Bain / Unsplash)
    Beide Erreger seien für Wale zwar nicht ungewöhnlich, könnten bei einem Tier mit geschwächtem Immunsystem aber zu lebensbedrohlichen Erkrankungen führen. Unter Umständen ist durch Abszesse am Walkörper auch eine Sepsis verursacht worden.
    Der Buckelwal war Mitte August zwischen der Insel Rügen und dem Festland auf dem Rücken im Wasser treibend entdeckt worden. Es handelte sich um ein zehn Meter langes männliches Exemplar. Das Meeresmuseum geht davon aus, dass es sich um den Wal handelte, der bereits vor der Küste Schleswig-Holsteins, später im Wismarer Hafen und auch vor der polnischen Küste gesehen worden war. Die Ostsee ist mit ihrem niedrigen Salzgehalt und unzureichender Nahrung nicht der normale Lebensraum für Buckelwale.
    Im Frühjahr hatte bereits Wal "Timmy" dort für viel mediale Aufmerksamkeit gesorgt.
    Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.