UNO-Bericht
Trotz Verbot der Taliban: Opium-Produktion nimmt in Afghanistan wieder zu

Laut einem UNO-Bericht nimmt in Afghanistan die Produktion des Drogengrundstoffs Opium wieder zu.

    Provinz Nangarhar
    Ein Mohnfeld in Afghanistan (imago/Imagespic Agency)
    Trotz eines Verbots der herrschenden Taliban habe sich die mit Schlafmohn bepflanzte Fläche im Laufe des Jahres vervierfacht, teilte das für Drogenbekämpfung zuständige Büro der Vereinten Nationen mit. Als Grund dafür gilt, dass afghanische Landwirte mit anderen Erzeugnissen nicht ausreichend Geld verdienen können.
    Nach ihrer Machtübernahme hatten die Taliban ein Verbot zum Anbau von Opium erlassen und nach eigenen Angaben 22.000 Hektar Mohnfelder zerstört. In der Vergangenheit gab es aber auch Berichte über die finanzielle Beteiligung der Taliban am Drogenhandel.
    In Afghanistan produziertes Opium ist nach Angaben der EU-Drogenagentur Euda der Hauptrohstoff für in Europa konsumiertes Heroin.
    Diese Nachricht wurde am 29.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.