
Die Website und ihre Onlinekonten hätten im vergangenen Jahr 118 Inhalte mit "LGBT-Propaganda" produziert, teilte das türkische Justizministerium mit. T24 erklärte auf seiner Seite, offiziell seien sie noch nicht informiert worden, bislang gäbe es nur die öffentliche Erklärung des Ministeriums.
Razzien gegen LBGTQ-Aktivisten mit dutzenden Festnahmen
Mitte September hatte die türkische Polizei Razzien in Kneipen und Wohnungen von LGBTQ-Aktivisten vorgenommen und dabei zahlreiche Menschen festgenommen. Zudem wurden mehrere Internetseiten und Konten in Online-Netzwerken gesperrt. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sprach von einer Repressionswelle und "haltlosen Strafverfolgungen".
Die Kampagne "Meine Familie ist sicher" soll nach Angaben der Regierung Kinder und Familienwerte schützen. Präsident Erdogan hatte die Jahre 2026 bis 2035 in der Türkei als "Dekade der Familie und Bevölkerung" bezeichnet. Demnach sollen traditionelle Familienwerte unterstützt werden. Erdogan kritisierte in einer Ansprache einen "modernen Lebensstil", der individuelle Bequemlichkeit über familiäre und gesellschaftliche Bindungen stelle. Er sprach von einem "Kampf gegen die LGBT-Ideologie", der für ihn ein Einsatz für Freiheit, Würde und die Zukunft der Menschheit sei, wie der staatsnahe türkische Sender TRT auf seiner deutschen Seite mitteilte. Homosexualität ist in der Türkei nicht strafbar, Homophobie jedoch weit verbreitet.
Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
