Artenschutz
UNO-Biodiversitätskonferenz in Eriwan beendet; Ecuador nächster Austragungsort

Die Weltnaturkonferenz zur biologischen Vielfalt (COP17) ist in der armenischen Hauptstadt Eriwan zuende gegangen. Nach zwei Wochen Verhandlungen haben sich die knapp 200 Teilnehmerstaaten auf Beschlüsse zum Schutz der Natur geeinigt.

    Das Foto zeigt die Eröffnungszeremonie der 17. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (COP17) in Eriwan, Armenien.
    Die UNO-Weltnaturkonferenz COP17 in Armeniens Hauptstadt Eriwan ist zu Ende gegangen. (picture alliance / Xinhua News Agency / Chen Junfeng)
    Allerdings blieben Fortschritte bei einigen besonders umstrittenen Fragen begrenzt. Die Verhandlungen hatten länger gedauert als geplant, weitere Beratungen zogen sich bis in den Morgen. Die endgültigen Fassungen der angenommenen Texte lagen zunächst nicht vor.
    Umweltschützer reagierten erleichtert, aber zurückhaltend. Vom WWF hieß es beispielsweise, das Ergebnis habe Stärken und Schwächen, sei aber insgesamt positiv zu bewerten. Besonders umstritten war der Abbau von Subventionen und anderen finanziellen Anreizen, die der Natur schaden, etwa für fossile Energieträger, intensive Landwirtschaft und Überfischung.
    Zudem sollte bei der Konferenz überprüft werden, inwieweit die 23 Regeln zum Schutz der Biodiversität umgesetzt werden, auf die sich die Staaten 2022 geeinigt hatten. Laut einem UNO-Bericht tun die Länder zu wenig für die damals vereinbarten Maßnahmen. Dazu zählt, bis 2030 jeweils 30 Prozent aller Land- und Seegebiete unter Schutz zu stellen.
    Zum Gastgeber der nächsten Konferenz im Jahr 2028 bestimmten die Staaten Ecuador.
    Diese Nachricht wurde am 31.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.