Genf
UNO und Vermittler suchen nach Friedenslösung für den Sudan

Dreieinhalb Jahre nach Ausbruch der Kämpfe im Sudan unternehmen Vermittler und Vereinte Nationen einen neuen Anlauf für eine Friedenslösung.

    Das Bild zeigt viele Zelte auf einem trockenen sandigen Boden.
    Zelte von Vertriebenen in der Region Tawila im Sudan. (Al-Sayed Mahmoud Ahmed/XinHua/dpa)
    In Genf kamen 27 Delegationen zu einem Koordinierungstreffen zusammen. Vertreten sind unter anderem die USA, China, Deutschland, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate.
    Die Konfliktparteien, die sudanesische Regierung und die paramilitärische RSF-Miliz sind nicht dabei. Beide kämpfen seit April 2023 um die Vorherrschaft im Sudan und um wirtschaftliche Interessen. Zehntausende Menschen wurden getötet, mehr als 14 Millionen vertrieben.
    Am Montag waren bei einem Drohnenangriff im Grenzgebiet zum Südsudan mehr als 150 Menschen getötet worden. Der Angriff galt einem Markt in der Region Abyei, der von der RSF-Miliz genutzt, um Benzin zu kaufen. Regionale Behörden erklärten, die sudanesische Armee sei für die Attacke verantwortlich.
    Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.