
Russische Medien hatten vergangenen Freitag berichtet, die Angestellte eines Forschungsinstituts im sibirischen Irkutsk sei an Lungenpest gestorben. Sie habe sich möglicherweise im Labor infiziert. Die russischen Behörden wiesen die Darstellung zurück. Offiziell wird von einer Lungenentzündung gesprochen.
Auch die Weltgesundheitsorganisation forderte von Russland Transparenz. Ein zeitnaher und vollständiger Informationsaustausch sei unerlässlich, erklärte WHO-Chef Tedros. Es gelte widersprüchliche Berichte zu klären und eine genaue Einschätzung potenzieller Risiken für die öffentliche Gesundheit zu ermöglichen.
Die WHO hatte die Pest-Gefahr in Sibirien zuvor als moderat bis niedrig eingestuft. Für ganz Russland gesehen sei die Gefahr niedrig, für den Rest Europas sehr niedrig, sagte ein WHO-Sprecher in Genf.
Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
