
Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf ein ihr vorliegendes Schreiben des US-Außenministeriums an den Kongress. Laut einem Regierungsvertreter ist die Zahlung allerdings an weitere Reformen bei der UNO geknüpft. Diese befindet sich in einer schweren Finanzkrise. UNO-Generalsekretär Guterres hatte in diesem Jahr bereits vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit gewarnt.
Die USA sind der größte Geldgeber der Vereinten Nationen, haben aber unter Präsident Trump Pflichtbeiträge zurückgehalten und auf drastische Kürzungen sowie harte Reformen gedrängt. Nach UNO-Angaben belaufen sich die amerikanischen Schulden auf mehr als vier Milliarden Dollar; diese Summe wird von der Regierung in Washington allerdings bestritten.
Sollten die USA das Geld nicht überweisen, könnten sie ihr Stimmrecht in der UNO-Vollversammlung verlieren. Gemäß Artikel 19 der UNO-Charta ist dies der Fall, wenn der Rückstand eines Mitgliedsstaates die Beiträge der vorangegangenen zwei Jahre übersteigt.
Wegen des Drucks der USA haben die Vereinten Nationen ihr Budget bereits für das laufende Jahr um mehr als neun Prozent reduziert und mehr als 2.000 Stellen aus teuren Städten wie New York und Genf an günstigere Standorte verlagert.
Diese Nachricht wurde am 22.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
