Internationaler Strafgerichtshof
US-Sanktionen lösen international Kritik aus

Die von den USA angekündigten verschärften Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof haben zu breiter Kritik geführt.

    Mehrere große Gebäude mit Glasfront, dazwischen weht eine blaue Flagge mit dem Logo des Internationalen Strafgerichtshofs.
    Der internationale Strafgerichtshof (IMAGO / Peter Seyfferth)
    Mehrere Staaten - darunter Deutschland - warnten vor erheblichen Auswirkungen der Sanktionen. Die EU‑ Kommission sicherte alle notwendigen Maßnahmen zu, um die Arbeit des Gerichts weiter zu ermöglichen. UNO-Generalsekretär Guterres sprach von einem schweren Schlag gegen die internationale Strafgerichtsbarkeit. Israels Regierungschef Netanjahu begrüßte die Sanktionen dagegen. Das Gericht stelle eine Bedrohung für die nationale Souveränität dar.
    Durch die Sanktionen sollen unter anderem sämtliche Transaktionen mit dem Gericht unterbunden und dessen Vermögenswerte in den USA eingefroren werden. Washington wirft dem IStGH unter anderem vor, Amerikaner sowie Israelis rechtswidrig wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen zu verfolgen.
    Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.