Washington
USA drängen EU-Länder zu Freigabe von Diesel-Reserven

Die US-Regierung dringt bei den EU-Ländern darauf, die Dieselreserven freizugeben, um den Weltmarktpreis zu senken. Finanzminister Bessent erklärte, die Europäer sollten umgehend ihre strategischen Vorräte auflösen und verfügbar machen. Landwirte, LKW-Fahrer und Unternehmen in den USA dürften nicht mit der Last einer weltweiten Diesel-Knappheit alleine gelassen werden. US-Präsident Trump unterstützte den Aufruf seines Finanzministers.

    Ein Mann tankt an einer Tankstelle Diesel von Total.
    Diesel aus Russland darf nicht in die Europäische Union importiert werden. (Julius-Christian Schreiner/dpa)
    Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters drohen die USA im Hintergrund damit, anderenfalls einen Exportstopp von US-Diesel nach Europa zu verhängen. Der Hintergrund sei zudem vielmehr der Wahlkampf von Trump für die Zwischenwahlen im November. Dieser wolle erreichen, dass in den Vereinigten Staaten der Dieselpreis noch vor der Abstimmung deutlich sinkt. Die Treibstoffpreise in den USA sind wegen des Iran-Kriegs stark angestiegen.
    Die EU-Kommission berief einem Sprecher zufolge für heute Vormittag eine Videokonferenz mit den 27 Mitgliedstaaten zum Umgang mit den Dieselreserven ein.
    Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.