Medienbericht
USA drängen Deutschland zu Freigabe von Diesel-Reserven

Die US-Regierung dringt einem Medienbericht zufolge bei Deutschland und Frankreich darauf, die eigenen Dieselreserven freizugeben. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach drohen die USA anderenfalls damit, einen Exportstopp nach Deutschland und nach Frankreich zu verhängen.

    Ein Mann tankt an einer Tankstelle Diesel von Total.
    Diesel aus Russland darf nicht in die Europäische Union importiert werden. (Julius-Christian Schreiner/dpa)
    Hintergrund sei der Wahlkampf von US-Präsident Trump für die Zwischenwahlen im November. Trump wolle erreichen, dass in den Vereinigten Staaten der Dieselpreis noch vor der Abstimmung deutlich sinkt. Die Treibstoffpreise in den USA sind wegen des Iran-Kriegs stark angestiegen.
    US-Energieminister Wright sagte in einem Fox-News-Interview, er sei überzeugt, die europäischen Länder würden zu einer Entspannung auf den Diesel-Markt beitragen. Er erwarte positive Nachrichten.
    Die EU-Kommission berief einem Sprecher zufolge für morgen früh eine Videokonferenz mit den 27 Mitgliedstaaten zum Umgang mit den Dieselreserven ein.
    Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, derzeit gebe ‌es keine neuen Anforderungen seitens der Internationalen Energieagentur. Über weitere Punkte wolle man nicht spekulieren.
    Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.