
Es gebe deutsche Antiquare, die in wenigen Wochen mit Massenverkäufen bis zu 50.000 Euro ad hoc umgesetzt hätten, sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbands Deutscher Antiquare, Brandis, der Katholischen Nachrichten-Agentur. In den USA beriefen sich die Firmen auf das "Fair use principle". Dieses Prinzip erlaube Vervielfältigungen eines urheberrechtlich geschützten Werks, wenn dies beispielsweise der freien Meinungsäußerung oder der Bildung dient.
Größtenteils handle es sich bei den Käufen um Fachbücher und Ratgeberliteratur, sagte Brandis. In letzter Zeit hätten die Anfragen aus den USA auch vermehrt auf fremdsprachige Bücher abgezielt.
In der Öffentlichkeit sei das Problem kaum bekannt, so der Verbandschef weiter. Auch gebe es keine Initiativen auf politischer Ebene, um die Rechte von Urhebern besser zu schützen. In Europa gilt das "Fair use principle" nicht; geistiges Eigentum ist generell in analogen, aber auch in digitalen Büchern, deren Autoren entweder noch leben oder deren Ableben noch nicht 70 Jahre her ist, vom Urheberrecht geschützt.
Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
