Sachsen-Anhalt
Verlässt die CDU bei der Ministerpräsidentenwahl den Saal?

Die CDU in Sachsen-Anhalt will dem Verdacht aus dem Weg gehen, aus ihren Reihen könnte es bei der Ministerpräsidentenwahl Stimmen für die AfD geben. Der geschäftsführende Vorstand der Landtagsfraktion schlägt als Lösung vor, dass die 15 Abgeordneten der CDU vor der Abstimmung geschlossen den Saal verlassen.

    Sven Schulze (l, CDU) und Stefan Ruland (M, CDU) während der konstituierenden Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt.
    Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Sven Schulze (l.), und CDU-Parlamentsgeschäftsführer Stefan Ruland (M.) (Jan Woitas / dpa pool / dpa)
    Ein entsprechender Beschluss soll morgen in der Fraktionsversammlung gefasst werden.
    Der AfD-Politiker Siegmund, der als Spitzenkandidat die Landtagswahl für seine Partei gewonnen hatte, will sich im Dezember im Landtag zum Ministerpräsidenten wählen lassen.
    Der AfD-Abgeordnete Rausch war kürzlich mit mehr Stimmen zum Landtagspräsidenten gewählt worden, als die AfD und das BSW zusammen Abgeordnete haben. Der CDU wurde vorgeworfen, aus ihren Reihen hätten Abgeordnete in der geheimen Wahl für Rausch gestimmt.
    Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.