
Bei dem Gehängten habe es sich um einen Mann gehandelt, der wegen eines Brandanschlags auf eine Spielhalle 2009 mit fünf Todesopfern zur Höchststrafe verurteilt worden sei. Es war die erste Hinrichtung unter der seit Oktober regierenden Ministerpräsidentin Takaichi.
Amnesty International zufolge wartet in Japan auch ein Mann mit einer geistigen Behinderung seit mehr als 30 Jahren auf die Vollstreckung der Todesstrafe. Er sei verurteilt worden, weil er mit seinem Bruder zwei Raubüberfälle und Morde verübt haben soll. Inzwischen sitze er im Rollstuhl und leide unter Wahnvorstellungen, vermutlich als Folge langjähriger Isolationshaft. Amnesty forderte, sämtliche Todesurteile in Haftstrafen umzuwandeln. Japan gehört neben den USA zu den Industrieländern, die an der Todesstrafe festhalten.
Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
