Aktienhandel 
Vier ehemalige Commerzbanker wegen Cum-Ex-Geschäften angeklagt

Die Frankfurter Justiz treibt die strafrechtliche Aufarbeitung von Cum-Ex-Geschäften zulasten der Staatskasse weiter voran.

    Eine Treppe führt zum Eingangsbereich des Oberlandesgerichts Frankfurt.
    Haupteingang des Oberlandesgerichts und der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main (picture alliance / greatif / R7051 Florian Gaul)
    Die Generalstaatsanwaltschaft erhob Anklage gegen vier ehemalige Mitarbeiter der Commerzbank wegen des Verdachts schwerer Steuerhinterziehung. Sie wirft ihnen vor, für einen Steuerschaden von mehr als 20 Millionen Euro verantwortlich zu sein. 
    Die illegalen Cum-Ex-Geschäfte wurden vor allem zwischen den Jahren 2006 und 2011 betrieben. Dazu wurden rund um den Dividendenstichtag Aktien mit und ohne Ausschüttungsanspruch hin und her verkauft, um die Finanzämter zu verwirren. Ziel war es, sich Steuern auf Dividenden erstatten zu lassen, die gar nicht gezahlt worden waren. Schätzungen zufolge entstand ein Schaden in zweistelliger Milliardenhöhe. Die Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals läuft seit Jahren bei verschiedenen Staatsanwaltschaften.
    Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.