
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) würdigte die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und das jahrzehntelange Engagement der beiden Forscher. Wirksame Pandemieprävention beginne lange vor einer Krise. "Der aktuelle Ebola-Ausbruch zeigt, wie wichtig ihre Arbeit ist - und dass kein Land globale Gesundheitsbedrohungen allein bewältigen kann. Internationale Zusammenarbeit und starke Partnerschaften sind unerlässlich", sagte die Ministerin auf Anfrage.
Teamarbeit in der Forschung
Der aus der Demokratischen Republik Kongo stammende Muyembe (84) leitete nach dem ersten identifizierten Ebola-Ausbruch im Jahr 1976 Felduntersuchungen und sammelte unter anderem Proben. Damit legte er den Grundstein für die Identifizierung des Ebola-Virus. Die Proben analysierte der Belgier Piot (77) und schaffte es mit Kollegen in Belgien, das hochansteckende und häufig tödlich verlaufende Ebola-Virus darin zu isolieren.
"Ihre Zusammenarbeit demonstrierte die Notwendigkeit, kontextuelle, disziplinäre und geografische Grenzen zu überwinden", begründete die Virchow-Foundation die Vergabe der Auszeichnung. Die gemeinnützige Stiftung wurde 2021 gegründet und will nach eigenen Angaben einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der globalen Gesundheit leisten.
(Mit KNA-Material)
Diese Nachricht wurde am 10.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
