
Das für Tiergesundheit zuständige Bundesforschungsinstitut gruppierte mehrere Risikobewertungen eine Stufe höher ein. Das Risiko der Infektion von Wildvögeln und der Weiterverbreitung zwischen ihnen wird nun als hoch eingeschätzt. Das gilt auch für das Risiko, dass sich Tiere in der Geflügelhaltung durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln anstecken. Andere Risiken, zum Beispiel die Gefahr des Verschleppens des Erregers zwischen verschiedenen Höfen, werden als moderat eingeschätzt.
Zuvor hatte es wiederholt Nachweise des Vogelgrippe-Erregers in norddeutschen Betrieben gegeben. Ein Nachweis zieht in der Regel die Tötung des ganzen Bestands sowie die Einrichtung von Schutz- beziehungsweise Überwachungszonen nach sich, in denen besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten. So dramatisch wie im Herbst des Vorjahres, als unter anderem in einem vorher nicht dagewesenen Ausmaß Kraniche betroffen waren, ist die Situation bislang aber nicht.
Diese Nachricht wurde am 07.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
