
Die Kündigung sei fristgerecht zum 31. Dezember erfolgt, hieß es. Nach Angaben der IG Metall handelt es sich um insgesamt zehn Tarifverträge - darunter auch der Manteltarifvertrag.
VW-Personalvorstand Meiswinkel sagte, das wirtschaftliche Umfeld habe sich für die Branche und auch für Volkswagen in den vergangenen 18 Monaten gravierend verschärft. Es bestehe eine wachsende Konkurrenz durch chinesische Hersteller in Europa. Deshalb müsse VW jetzt handeln. "Unser Ziel ist es, Volkswagen zukunftssicher aufzustellen", so Meiswinkel.
Gewerkschaft und Betriebsrat reagieren empört
Der Verhandlungsführer der IG Metall, Gröger, sagte, dies sei ein "übles Foul" an der Belegschaft. Die Gewerkschaft werde es "nicht hinnehmen", dass "unternehmerische Kosten und Risiken nun auf die Belegschaft verlagert werden" sollten.
Betriebsratschefin Cavallo sprach von Erpressung. Die Belegschaft sei bereit, Krisen anzuerkennen, müsse aber wissen, wofür sie Zugeständnisse machen solle. Darüber, wie das Unternehmen die 2024 vereinbarte Beschäftigungssicherung bis 2030 einhalten wolle, sei nicht gesprochen worden. Auch zu gefährdeten deutschen Standorten habe es keine Zusage gegeben.
Cavallo sowie Gröger betonten, sie erwarteten jetzt eine harte Auseinandersetzung um den Jahreswechsel, wenn die Friedenspflicht ende und Streik möglich sei.
Diese Nachricht wurde am 30.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
