"Gen Z regelt"
Bundesweite Jugendproteste geplant - Forderung nach bezahlbarem Leben

In bundesweiten Kundgebungen wollen junge Menschen morgen für bessere Bildung und ein bezahlbares Leben auf die Straße gehen. In den vier Großstädten Berlin, Köln, Frankfurt am Main und München veranstaltet die Gruppierung "GenZ regelt!" eigene Kundgebungen, in 30 weiteren Städten können sich Interessenten örtlichen Initiativen anschließen.

    An einer Baustellen-Holzverkleidung in Düsseldorf ist mit rosaroter Farbe der Schriftzug „31.10. 16:00 DDORF HFB“ gesprayt.
    Bundesweit sind für Samstag Demonstrationen der Bewegung "GenZ regelt" angekündigt. (Archivbild) (picture alliance/dpa | Christoph Reichwein)
    Die Initiatoren fordern von der Politik ein stärkeres Eintreten für die Belange junger Menschen - etwa durch Investitionen in Bildung, Gesundheit und Klimaschutz sowie durch Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten. Die Situation vieler junger Menschen sei prekär, hieß es. Außerdem kritisieren die Veranstalter, die Diskussion über mögliche Ausschreitungen wie zuvor in Frankreich gehe an den eigentlichen Anliegen der jungen Menschen vorbei. Die Demonstranten würden unter Generalverdacht gestellt. Auch zahlreiche Stimmen aus Politik, Kommunen und Jugendverbänden fordern, die Anliegen der jungen Generation ernst zu nehmen. Parteiübergreifend riefen Politiker zu einem friedlichen Verlauf der Proteste auf.
    Im Vorfeld hatten die deutschen Sicherheitsbehörden vor einer möglichen Unterwanderung etwa durch linksextreme Kräfte wie zuvor in Frankreich gewarnt. Bis Freitag lagen den Behörden des Bundes jedoch keine weitergehenden Erkenntnisse zu gewalttätigen Ausschreitungen vor, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums betonte.

    Mehr zum Thema

    Jugendforscher Hampel rechnet bei Jugendprotesten nicht mit größeren Ausschreitungen
    Diese Nachricht wurde am 30.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.