Berichte über tödlichen Pest-Fall
Wadephul fordert Transparenz von Russland

Nach dem Tod einer Mitarbeiterin eines Pest-Forschungsinstituts im sibirischen Irkutsk verlangt Bundesaußenminister Wadephul Aufklärung.

    Außenminister Johann Wadephul (CDU) steht vor einem Flugzeug auf einem Rollfeld des Flughafens BER (Archivbild).
    Außenminister Wadephul fordert von Russland Transparenz nach Berichten über den Tod einer Laborbeschäftigten in einem Pest-Forschungsinstitut (dpa / Fabian Sommer)
    Er fordere vollständige Transparenz darüber, woran in russischen Laboren geforscht werde, sagte der CDU-Politiker in der "Bild"-Zeitung. Die Welt habe Fragen. Darauf schulde Moskau Antworten. Gegebenenfalls müsse die EU konsequente Reisebeschränkungen ergreifen. Es könne kein Risiko eingegangen werden, betonte Wadephul.
    Russischen Medien zufolge war in der vergangenen Woche eine 28 Jahre alte Laborbeschäftigte einer Forschungseinrichtung in Irkutsk an der Lungenpest gestorben. Sie soll sich durch ein zerbrochenes Reagenzglas infiziert haben. Nach Aussage des Kremls handelt es sich bei dem überwiegenden Teil der Medienberichte um Falschmeldungen.
    Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.