
Zudem betonte Wadephul, wer den russischen Imperialismus als größte Bedrohung für Europa leugne, handele unsolidarisch und unverantwortlich. Wer an der Abschreckung zweifle, beschwöre Gefahren für sich selbst herauf und schwäche die Sicherheitsgarantien für alle Partner. Wadephul übte damit indirekt Kritik an der Haltung der slowakischen Regierung.
Die Regierung unter dem linksnationalen Ministerpräsidenten Fico wirft dem Westen vor, die Spannungen mit Moskau anzuheizen, und stellt den Kurs von EU und NATO infrage. Sie pflegt als eine der wenigen in der EU gute Kontakte zu Moskau und steht Sanktionen gegen Russland skeptisch gegenüber.
Blanar hält Dialog mit Moskau für unausweichlich
Blanar erklärte, für die Slowakei sei der Ausstieg aus russischer Energie wegen jahrzehntelanger Verflechtungen schwer zu verwirklichen. Sein Land bleibe außerdem bei der Haltung, dass es für den Krieg in der Ukraine keine militärische Lösung gebe. Es sei unausweichlich, mit Russland in Dialog zu treten. Beide Minister veröffentlichten eine Erklärung, in der sie Kiew ihre Unterstützung zusichern und sich für mehr Druck auf Moskau aussprechen.
Diese Nachricht wurde am 30.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
