Bundesaußenminister
Wadephul nennt Vorfall in Flydubai-Maschine nach Tel Aviv schweren Angriff auf die Luftfahrt

Nach dem Vorfall an Bord einer Passagiermaschine auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv hat sich Bundesaußenminister Wadephul froh über den Ausgang gezeigt.

    Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) vor Mikrofonen
    Bundesaußenminister Johann Wadephul (Archivbild) (picture alliance / dpa / Michael Brandt)
    Er sei zutiefst erleichtert, dass die versuchte Entführung oder noch Schlimmeres verhindert worden sei, sagte der CDU-Politiker nach einem Telefonat mit seinem israelischen Amtskollegen Saar. Zugleich verurteilte er die Tat als schweren Angriff auf die zivile Luftfahrt.
    Nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu stach einer der Piloten mit einem Messer auf seinen Kollegen ein, als sich das Flugzeug Israel näherte. Er habe offenbar vorgehabt, die Maschine zum Absturz zu bringen. Der Angegriffene habe daraufhin die Cockpit-Tür geöffnet und es dadurch Passagieren und Besatzungsmitgliedern ermöglicht, den Täter zu überwältigen. Der indische Kapitän habe damit 174 Menschen das Leben gerettet, darunter israelische Staatsbürger.
    Israels Verteidigungsminister Katz sprach vom Versuch eines dschihadistischen Anschlags. Die Flydubai-Maschine konnte nach dem Zwischenfall sicher in Saudi-Arabien landen. Die Fluggesellschaft setzte vorerst alle Verbindungen von und nach Israel aus.
    Diese Nachricht wurde am 30.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.