
Bis 16 Uhr Ortszeit hatten fast 56 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Kommission mitteilte. Das ist der höchste Wert zu diesem Zeitpunkt seit Beginn der entsprechenden Erfassung im Jahr 1973. Vor zahlreichen Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen. Medienberichten zufolge reisten mehr als 70.000 Israelis aus dem Ausland an, um ihre Stimme abzugeben. Eine reguläre Briefwahl oder Stimmabgabe im Ausland ist für die meisten Bürger nicht möglich.
Die Partei Likud von Ministerpräsident Netanjahu beantragte angesichts des großen Andrangs vor den Wahllokalen eine Verlängerung der Öffnungszeiten über 22 Uhr Ortszeit hinaus. Über den Antrag entscheidet der Zentrale Wahlausschuss. Umfragen sehen ein knappes Rennen zwischen dem Lager von Ministerpräsident Netanjahu und der Opposition um den früheren Militärchef Eisenkot. Dieser führt die Mitte-Partei Jaschar an.
Es ist die erste Parlamentswahl in Israel seit dem Massaker der Terrororganisation Hamas vom 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Gaza-Krieg.
Diese Nachricht wurde am 27.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
