
Ziel des Projekts ist es, etwa nach Borkenkäferbefall oder Stürmen Maßnahmen wie Wiederaufforstungen schneller und exakter einleiten zu können.
Manuelle Zuarbeit bei Erfassung von Waldschäden nicht mehr notwendig
Mit einem sogenannten Super-Resolution-Verfahren sollen auch kleine Schadflächen in Wäldern entdeckt werden. Dazu würden aus Satellitendaten des europäischen Copernicus-Programms mit Methoden der Künstlichen Intelligenz hochaufgelöste und detailreiche Bilder generiert, sagte Informatikprofessor Schwanecke von der Hochschule RheinMain in Wiesbaden, die wie der Landesbetrieb HessenForst in Kassel und die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt in Göttingen an dem Projekt teilnimmt. Durch speziell entwickelte KI-Modelle sei die aufwendige manuelle Zuarbeit wie bisher bei der Erfassung von Waldschäden nicht mehr notwendig.
Hohe Bildauflösung für bessere Wiederaufforstung
Zudem könne aufgrund der hohen Bildauflösung viel einfacher bestimmt werden, wie viele Jungpflanzen zum Beispiel für eine Wiederaufforstung benötigt würden oder wieviel Schadholz es nach einem Sturm gebe, erklärte Waldschutzexperte Beckschäfer von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt.
Das Projekt mit dem Namen ”SENSURE Wald” läuft noch bis 2028. Es wird vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit 633.000 Euro gefördert.
Diese Nachricht wurde am 18.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
